Best of Museum

ERHELLEND: In der Ausstellung LIGHT SOUND SENSES in der Heidi Horten Collection lässt sich Kunst mit allen Sinnen wahrnehmen.

Giuseppe Arcimboldos Sommer entstand im Jahr 1563 und gehört zu einer Serie
von Jahreszeitbildern, die den italienischen Maler weltberühmt gemacht hat

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM

Von alten Meistern und einer sensationellen Neuentdeckung: 2025 kann das Kunsthistorische Museum Wien mit zwei außergewöhnlichen Sonderausstellungen aufwarten.

Bacchanal von Michaelina Wautier datiert aus dem Jahr 1659 und zeigt
neben dem betrunkenen Gott des Weines das Selbstbildnis der Künstlerin
mit entblößter Brust sowie einem Stab in der Hand

Wien, am 17. Oktober 1891: In Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph eröffnet in Österreichs Kapitale das Kunsthistorische Museum. Heute gilt das Haus am Burgring als eine der größten Gemäldegalerien der Welt – und als eine der Hauptattraktionen der Stadt, die kunst- und kulturinteressierte Gäst:innen ebenso anzieht wie die Einheimischen. Zu den Programm-Highlights für das Jahr 2025 gehört die Ausstellung „Arcimboldo – Bassano – Bruegel. Die Zeiten der Natur“, die vom 11. März bis zum 29. Juni zu sehen ist. Gezeigt werden rund 100 Exponate, die sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur in der Renaissance befassen. Eine zentrale Stellung nehmen dabei Leandro Bassanos ikonische Monatsbilder ein. Dazu gesellen sich die Werke von alten Meistern wie Giuseppe Arcimboldo oder Pieter Bruegel sowie bedeutende Skulpturen, Tapisserien, Uhren, Globen, Kalender und Stundenbücher. Vom 30. September 2025 bis zum 25. Januar 2026 widmet sich das KHM dann dem Œuvre der Barockmalerin Michaelina Wautier, die zu den größten kunsthistorischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte gehört. In einer Zeit, in der sich Künstlerinnen vorwiegend mit Stillleben oder Genre-Malerei beschäftigten, reüssierte die Niederländerin mit ebenso anspruchsvollen wie selbstbewussten Historienbildern, die sich durch ihre Originalität sowie durch ihren feinsinnigen Humor und bemerkenswerten Mut auszeichnen. In der Ausstellung werden die herausragende Kunstfertigkeit und Qualität von Wautiers Schaffen auf Augenhöhe mit Zeitgenossen wie Rubens oder van Dyck erlebbar – eine ebenso faszinierende wie sinnliche Erfahrung!

Kunsthistorisches Museum Wien

Maria-Theresien-Platz, 1010 Vienna
tel.: +43 (0)1 525 24-0, khm.at,
Tue –Sun 10.00 a.m.–6.00 p.m., Thu 10.00 a.m. – 9.00 p.m., June/July/August open daily

HEIDI HORTEN COLLECTION

Mit einer außergewöhnlich kuratierten Dauerausstellung sowie Kunst, die sich nicht nur sehen, sondern auch riechen und hören lassen kann, sorgt die erst im Sommer 2022 eröffnete Heidi Horten Collection für Furore.

Olafur Eliasson lädt dazu
ein, Kunst durch Licht und
Bewegung mitzugestalten.

 

Runde Sache: Ein Lichtobjekt des
Schweizer Künstlers
John M. Armleder

Was haben die „Geschwister“ von Paul Klee mit Gustav Klimts „Kirche in Unterach am Attersee“ oder „Anna Wieds Garten“ von Emil Nolde gemeinsam? Auf den ersten Blick wohl nur die Tatsache, dass es sich bei allen drei um bedeutende Kunst handelt! Darüber hinaus wurden die Gemälde im Rahmen des Projekts #ARTfluence von den Besucher:innen der Heidi Horten Collection aber auch in die Top 10 ihrer Lieblingswerke gewählt – und somit in die seit September laufende Dauerausstellung „Klimt Warhol“ aufgenommen. „Durch die aktive Beteiligung unserer Besucher:innen im Rahmen von #ARTfluence ist diese Schau wirklich etwas ganz Besonderes. Sie zeigt nicht nur, wie vielfältig Kunst ist, sondern spiegelt auch die gemeinsamen Interessen und Vorlieben unseres Publikums wider“, so Heidi-Horten-Collection-Direktorin Agnes Husslein-Arco. Unter dem Titel „Klimt Warhol“ treffen im ehemaligen erzherzoglichen Kanzleigebäude bei der Oper unterschiedliche künstlerische Richtungen und Positionen des 20. und 21. Jh. aufeinander – vom Wien um 1900 über den Expressionismus oder Surrealismus bis hin zur Nachkriegsabstraktion oder der amerikanischen Pop-Art. Die Besucher:innen können sich auf einen eklektischen Mix an Meisterwerken freuen – von Klimt bis Warhol. Noch bis zum 23. März 2025 ist außerdem die Ausstellung „Light Sound Senses“ in der Heidi Horten Collection zu sehen. Sie beschäftigt sich mit den Sinnen im Kontext der Kunst und präsentiert 32 Werke, die Licht, Klang und Geruch in den Fokus stellen. Zu den ikonischen Exponaten gehören u.  a. Berhard Leitners Klangskulptur „Serpentinata“, Ernesto Netos nach Nelkenpulver riechende „A Candle to Earth“ oder Olafur Eliassons „Your Uncertain Shadow“, eine Installation aus farbigen Halogenlampen, die dazu einlädt, Kunst durch Bewegung und den eigenen Schatten mitzugestalten.

Forever ein Publikumsmagnet: Die „Kirche in Unterach am
Attersee“ von Gustav Klimt (auf dem Foto ganz links)

Heidi Horten Kollektion

Hanuschgasse 3, 1010 Wien

tel.: +43 (0)1 512 50 20, hortencollection.com

Open daily except Tuesday from 11.00 a.m. – 7.00 p.m., Thursday from 11.00 a.m. –9.00 p.m